7. Praxisbeispiele für CSR

Kurzfassung

7.1. Hanning & Kahl – Video: CSR am Arbeitsplatz

Das Unternehmen Hanning & Kahl GmbH & Co KG mit Hauptsitz in Oerlinghausen (Deutschland) wurde 1898 gegründet. Mit seinen 327 Mitarbeitern erzielte es 2009 einen Umsatz von 47,4 Millionen Euro. Hanning & Kahl entwickelt und produziert in verschiedenen Geschäftsbereichen Bremssysteme, Weichenstellsyteme und Signalanlagen, Management- und Informationssysteme sowie Serviceleistungen. In den Branchen Schienenverkehr und Windenergie setzt das Unternehmen weltweit technische Maßstäbe. So lag die Exportquote 2009 bei 48 %. Hanning & Kahl erzielt vor allem mit seinen Mitarbeitern Win-Win-Effekte durch Corporate Social Responsibility (CSR) und hat dazu umfangreiche Programme für Personalentwicklung, Mitarbeitermotivation und Innovationsmanagement entwickelt.

Kurzfassung

7.2. Praktiker Ungarn – Video: CSR am Markt

Praktiker Magyarország Kft. ist das ungarische Tochterunternehmen der Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG mit Sitz in Deutschland. Die Holding zählt zu den führenden Unternehmen der Baumarktbranche in Europa und ist Teil der METRO Group. Der Komplettanbieter Praktiker vertreibt ein breites Warensortiment aus den Bereichen Bauen, Renovieren, Werkstatt, Wohnen, Garten und Freizeit. Derzeit unterhält Praktiker mehr als 440 Baumärkte in zehn Ländern und hat mit rund 27.000 Mitarbeitern 2009 einen Umsatz von etwa 3,7 Milliarden Euro erwirtschaftet. In Ungarn wurde 1998 der erste Baumarkt von Praktiker eröffnet. Anlässlich des 10-jährigen Bestehens auf dem ungarischen Markt hat Praktiker Ungarn damit begonnen, Corporate Social Responsibility (CSR) landesweit in seinen Baumärkten umzusetzen.

Kurzfassung

7.3. Valorsul – Video: CSR in der Umwelt

Das Unternehmen Valorsul S.A. wurde 1994 durch privatwirtschaftliche und kommunale Anteilseigner (Public Private Partnership) mit Hauptsitz in Sao João de Talha (Portugal) gegründet. Im Sommer 2010 hat Valorsul mit einem benachbarten Unternehmen fusioniert. Valorsul betreibt mehrere Anlagen für die Behandlung von 1 Million Tonnen Siedlungsabfälle aus 19 Städten und Gemeinden im nördlichen Ballungsraum von Lissabon und dem Westen Portugals. Dafür unterhält Valorsul ein integriertes Abfallmanagementsystem: Eine Müllverbrennungsanlage, zwei Sortierzentren, eine Anlage für anaerobe Gärung, zwei Mülldeponien, acht Umweltzentren und sieben Transferstationen. Zur Entsorgung von Abfall, der als gemischter Hausmüll klassifiziert wird, betreibt Valorsul eine Müllverbrennungsanlage, die gleichzeitig zur Stromerzeugung für die kommunalen Haushalte dient. Restlicher Abfall wird von Valorsul in Mülldeponien abgelagert. Darüber hinaus wird aus recyclebarer und organischer Abfall wiederverwertet. Neben Corporate Social Responsibility (CSR) im Kerngeschäft, setzt sich Valorsul für Maßnahmen zur Renaturierung ein. In Zusammenarbeit mit Schulen fördert das Unternehmen Bildungsinitiativen für umweltbewusste Lebensweisen.

Kurzfassung

7.4. Pritchard Englefield – Video: CSR im Gemeinwesen

Pritchard Englefield ist eine Anwaltskanzlei mit umfassendem Dienstleistungsangebot und wurde 1848 in der „City of London“ (Großbritannien) gegründet. Das Unternehmen hat 21 Partner und rund 85 Mitarbeiter. Pritchard Englefield ist für seine international grenzüberschreitende Tätigkeit renommiert. Die Klienten der Kanzlei stammen häufig aus dem Ausland, besonders aus französisch- und deutschsprachigen Ländern in Europa. Pritchard Englefield ermutigt alle Beschäftigten, sich an Projekten im Gemeinwesen zu beteiligen, bei denen ihre Fähigkeiten, Einsatzbereitschaft und Interessen etwas bewegen können.

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7.5. Case Study: Baufritz

Das Familienunternehmen Baufritz GmbH & Co. KG wurde 1896 an seinem heutigen Standort Erkheim (Deutschland) gegründet. Mit 240 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von über 50 Millionen Euro plant und fertigt der Holzbauanbieter in mehreren EU-Ländern und Russland Häuser, Büro- und Gewerbebauten nach einem ganzheitlichen Konzept. Seit mehr als hundert Jahren hat die Verarbeitung von Holz bereits Tradition im Unternehmen. Dies soll natürliche und gesunde Produkte von hoher Lebensdauer garantieren. Gleichzeitig schont das Unternehmen die Artenvielfalt und die Ressourcen der Natur. Baufritz stellt mit seiner verantwortlichen Unternehmensphilosophie (Corporate Social Responsibility / CSR) das gesunde Wohnen und Arbeiten und den Schutz der Umwelt in den Mittelpunkt der Innovationskraft.

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7.6. Case Study: Gelpeixe

Das Unternehmen Gelpeixe ist seit 1977 tätig und hebt sich als Marktführer im Bereich Tiefkühlkost mit seiner klaren Linie des Vertrauens gegenüber seinen Kunden, den strengen Qualitätskriterien, die es bei der Wahl seiner Lieferanten anwendet, und seinen Zertifizierungen gemäß den Standards NP EN ISO 9001:2000 und NP EN ISO 22000:2005 hervor. Gelpeixe verfügt an seinem Sitz in Loures, Portugal, über eine Produktionskapazität von über 20.000 m³. Gelpeixe ist ein industrielles Unternehmen im Bereich Tiefkühlkost und verfolgt das Ziel, sich durch die Hochwertigkeit seiner Produkte herauszustellen, den nationalen Markt vollständig abzudecken und durch nachhaltiges Wachstum in Europa zu expandieren. Gelpeixe entstammt der Tarré-Familie und besitzt noch heute eine familiäre Struktur. Besonders stolz ist das Unternehmen auf seine Beziehungen zu den Stakeholdern, die weit über das Kerngeschäft hinausgehen. Es ist ihm sehr wichtig, die diesen Beziehungen inne liegenden Werte zu betonen und umzusetzen; Werte wie Vertrauen, Verbundenheit, Professionalität und Transparenz.

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7.7. Case Study: InnoDämm

Die InnoDämm Vertriebsgesellschaft für innovative Dämmstoffe mbH vertreibt seit 1999 ökologische Dämmstoffe und Luftdichtungssysteme in hoher Perfektion. Dafür arbeiten die 15 Mitarbeiter des Unternehmens aus Paderborn (Deutschland) auf internationaler Ebene mit ausgesuchten Lieferanten, Handwerkern und Beratern zusammen. InnoDämm zeigt seinen Kunden auf, wie man kostengünstig Dämmstoffe im Altbau, Neubau, Gewerbe- und Industriebau einsetzt. Ökologisches Bauen und Sanieren bedeutet für das Unternehmen die Optimierung des Bauprozesses in technischer, ökologischer und wirtschaftlicher Hinsicht. Für die Nutzer der Gebäude ergeben sich die Vorteile, Komfort zu erhöhen, Kosten zu senken und das Klima zu schützen. Corporate Social Responsibility (CSR) gehört bei InnoDämm über die Produktpolitik hinaus zum Kerngeschäft.

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7.8. Case Study: memo

Die memo AG ist ein Versandhaus mit eigenem Markensortiment, das insbesondere Unternehmen aber auch Privatpersonen das „Handwerkszeug“ für nachhaltiges Leben und Arbeiten liefert. Alle Produkte in dem über 10.000 Artikel umfassenden Sortiment für Büro, Schule, Haushalt und Werbung sind streng nach ökologischen, sozialen, qualitativen und ökonomischen Kriterien ausgewählt und zeigen, dass nachhaltige Produkte im Preis-Leistungsverhältnis konventionellen Produkten konkurrieren. Darüber hinaus verfolgt die memo AG seit ihrer Gründung 1990 in Greußenheim (Deutschland) mit ihren 110 Mitarbeitern in allen Geschäftsbereichen die Kriterien der Nachhaltigkeit, die gleichermaßen berücksichtigt und kontinuierlich weiterentwickelt werden. In der Diskussion um Corporate Social Responsibility (CSR) in der deutschen Wirtschaft ist das Unternehmen zudem ein gesellschaftspolitisch engagierter Vorreiter.

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7.9. Case Study: SMA Solar Technology

SMA AG ist der weltweit führende Hersteller von Solar-Wechselrichtern und Überwachungssystemen für Photovoltaikanlagen. SMA hat ihren Hauptsitz in Niestetal bei Kassel (Deutschland) und ist darüber hinaus auf vier Kontinenten mit 14 Auslandsgesellschaften vertreten. Die Unternehmensgruppe beschäftigt mehr als 5.500 Mitarbeiter und wurde in den vergangenen Jahren mehrfach für ihre herausragenden Leistungen als Arbeitgeber ausgezeichnet. So orientiert sich die Corporate Social Responsibility (CSR) des Unternehmens entlang des Kerngeschäfts und setzt Maßstäbe in der Branche (z. B. CO2-neutrale Produktion, nachhaltige Energiekonzepte für Gebäude).

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7.10. Case Study: Siemens Ungarn

Siemens ist in Ungarn seit 1890 aktiv. Seither nimmt das Unternehmen mit Hauptsitz in Budapest eine führende Rolle in der Modernisierung und Entwicklung der Infrastruktur sowie in der elektrischen und elektronischen Industrie ein. Das Unternehmen vertreibt Siemens Produkte, Systeme und Lösungen in Ungarn und erbringt ein Dienstleistungsspektrum von Beratung, Entwurf, Installation, Inbetriebnahme und technischer Betrieb bis zur Wartung in folgenden Bereichen: Energie- und Umweltmanagement, medizinische Technik, Industrieautomatisierung und -regelung, Verkehr, industrielle und kommunale Infrastruktur, IT-Lösungen und Dienstleistungen. Die Gesellschaften der ungarischen Siemens Gruppe beschäftigten im Geschäftsjahr 2010 insgesamt 1857 Mitarbeiter und leisteten einen Beitrag zur Volkswirtschaft mit einem Gesamtumsatz von HUF 89,7 Mrd (rund 319 Mio Euro). Die weltweiten Programme der Corporate Social Responsibility (CSR) des Unternehmens passt Siemens in Ungarn an die nationalen Besonderheiten und regionalen Anforderungen des Standorts an.

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7.11. Case Study: WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte

Die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH ist ein landeseigenes Immobilienunternehmen, das 1990 aus der Kommunalen Wohnungsverwaltung Berlin-Mitte (KWV) der DDR entstand. Das Unternehmen bewirtschaftet und vertreibt Mietwohnungen, Wohneigentum, Häuser und Gewerbe in Eigen- und Fremdbeständen. Auf dem Berliner Immobilienmarkt ist die WBM der größte Anbieter von Wohnraum in den Bezirken Mitte und Friedrichshain. Ihr Wohnungsbestand mit über 35.000 Einheiten liegt vorwiegend im innerstädtischen Kern von Berlin. Zusätzlich bietet die WBM ein individuelles Facility-Management für ihre rund 1.700 Gewerbeeinheiten. Die Geschäftsadressen der WBM zeichnen sich durch erstklassige Lagen wie Alexanderplatz, Spandauer Vorstadt, Nikolaiviertel und Friedrichstraße aus. Das Unternehmen erwirtschaftet mit rund 350 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von etwa 220 Millionen Euro. Corporate Social Responsibility (CSR) versteht die WBM als aktive Mitgestaltung der Quartiere ihres Immobilienbestands. Dabei stehen die Unternehmensziele einer nachhaltigen Wertigkeit ihres Immobilienbestands und des damit verbundenen sozial intakten Umfelds gleichrangig im Fokus der CSR-Strategie.

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7.12. Case Study: Hotel Jardim Atlântico

Das Vier-Sterne-Hotel Jardim Atlântico wurde 1993 auf der portugiesischen Insel Madeira eröffnet und verbindet Erholung mit naturnahem Genuss und einer umweltbewussten Lebensart. Bereits beim Bau des Hotels in unmittelbarer Nähe zu einem Nationalpark berücksichtigten die Betreiber ökologische Gesichtspunkte und verfolgen seither ein Ressourcen schonendes und energiesparendes Hotelkonzept. Rund 100 Wohneinheiten befinden sich in den Appartements und Bungalows des Hotels, das für sein Engagement im Umweltbereich mit zahlreichen Preisen von Reiseveranstaltern und internationalen Gremien ausgezeichnet wurde. Die Zertifizierung ISO 14001 für sein Umweltmanagementsystem erhielt das Jardim Atlântico als erstes Hotel der iberischen Halbinsel, als einziges Hotel in Portugal ist es zudem als „ECO-HOTEL“ TÜV-zertifiziert. Das Hotel bezieht auch seine Gäste in Umweltaktivitäten mit ein und hat sich durch seine Corporate Social Responsibility (CSR), eine herausragende Rolle als Impulsgeber für den Nachhaltigen Tourismus auf regionalem und internationalem Niveau erarbeitet.