1. Was ist Corporate Social Responsibility?

Kurzfassung

1.1. Die Definition von CSR in der Europäischen Union

Corporate Social Responsibility (CSR) beschreibt allgemein die Verantwortung eines Unternehmens für nachhaltiges Management in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht. Die Vielfalt an Unternehmen und Märkten führt zu unterschiedlichen Auslegungen des Begriffs. Als Orientierung definiert die Europäische Kommission CSR folgendermaßen:

„Soziale Verantwortung der Unternehmen (Corporate Social Responsibility / CSR) ist ein Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient, um auf freiwilliger Basis soziale und ökologische Belange in ihre Unternehmenstätigkeit und ihre Beziehungen zu den Stakeholdern zu integrieren.“

Kurzfassung

1.2. Definitionen und begriffliche Abgrenzungen im Bereich CSR

Freiwillige Verantwortung und Engagement von Unternehmen werden in der Unternehmenspraxis sowie in Wissenschaft und gesellschaftspolitischen Diskursen unter verschiedenen Begriffen thematisiert. Die am häufigsten verwendeten Bezeichnungen sind Corporate Social Responsibility (CSR), Corporate Responsibility (CR) und Corporate Citizenship (CC).

Kurzfassung

1.3. Sozialunternehmer und Social Business

Sozialunternehmer treten mit dem Ziel an, innovative unternehmerische Lösungen für drängende soziale Probleme zu finden und umzusetzen. Inhalt und Ziel ihrer Arbeit des Social Business ist grundsätzlich gemeinnütziger Natur, worin der wesentliche Unterschied zur Gewinnorientierung im klassischen Unternehmen besteht.

Kurzfassung

1.4. Unternehmensethik und Wertebasiertes Management

Unternehmensethik behandelt ethische Regeln und Prinzipien im kommerziellen Kontext. Unternehmensethik kommt in sehr konkreten Situationen zum Ausdruck, in denen Firmeninhaber, Manager und Angestellte vor schwierigen geschäftlichen Entscheidungen stehen. Sie bezieht sich dabei auf grundlegende Bereiche wie wahrheitsgemäße Buchführung, Einhalten der Rechte von Mitarbeitern und Fairness in Geschäftsbeziehungen. Durch die Ausarbeitung von Unternehmensleitbildern oder Verhaltens- und Ethikkodizes lassen sich aus der Unternehmensethik Grundlagen für Corporate Social Responsibility (CSR) und ein Wertebasiertes Managementsystem ableiten.

Kurzfassung

1.5. Handlungsfelder von CSR

So vielfältig die Wirtschaftswelt selbst ist, so individuell sind jeweils auch die Perspektiven und Strategien zu Verantwortung, Engagement und Nachhaltigkeit unternehmerischen Handelns. Corporate Social Responsibility (CSR) festigt die soziale und ökologische Verantwortung als Bestandteil einer Unternehmensstrategie. Dabei ist CSR ist mehr als nur die Summe vereinzelter Aktionen und Programme. Im Unternehmen erstreckt sich das Thema rund um die Bereiche Arbeitsplatz (siehe CSR-Film DE), Markt (siehe CSR-Film HU), Umwelt (siehe CSR-Film PT) und Gemeinwesen (siehe CSR-Film UK).

Kurzfassung

1.6. Rahmenbedingungen für CSR im Unternehmen

Corporate Social Responsibility (CSR) ist eine Managementstrategie, um das Kerngeschäft des Unternehmens dauerhaft an den unternehmensspezifischen Erfordernissen der Nachhaltigkeit auszurichten. Während Spenden und Sponsoring sich mit der Verteilung von Gewinnen beschäftigen, stellt sich bei CSR hingegen die Frage, wie der Erfolg eines Unternehmens durch soziales, ökologisches und gesellschaftliches Engagement gesteigert werden kann. Allerdings sind in der derzeitigen Wirtschaftspraxis noch zahlreiche Unternehmen auf dem Stand, CSR-Projekte dort anzusetzen, wo die eigentliche Geschäftstätigkeit bereits geendet hat. Auf diese Weise entstehen wohlgemeinte CSR-Projekte, jedoch ohne CSR-Strategie, abseits vom Kerngeschäft des Unternehmens. In kritischen Fällen wird CSR ausschließlich den Zielen der Public Relations untergeordnet. Das lässt die Wertschöpfungspotentiale von CSR brach liegen und macht früher oder später den Vorwurf des „Greenwashing“ laut.

Kurzfassung

1.7. Gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen für CSR

Gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen bilden einen „Resonanzkörper“ für das unternehmerische Handeln. Dies erfordert permanente Anpassung – auch und vor allem beim Konzept der CSR. So sind die Unternehmen in der Europäischen Union als Folge der 2008 begonnenen Wirtschaftskrise mit einem „gesellschaftlichen Resonanzkörper“ konfrontiert, der sich in übermäßiger Verschuldung, trägem strukturellem Wachstum und hoher Arbeitslosigkeit befindet. Mit „Europa 2020 – Eine Strategie für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum“ will die Europäische Kommission zu der Vision einer sozialen Marktwirtschaft für das 21. Jahrhundert anregen.

Kurzfassung

1.8. Neues Berufsbild CSR-Manager

Das Management von Corporate Social Responsibility (CSR) professionalisiert sich. Immer mehr Unternehmen setzen CSR inzwischen gezielt zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit und Vertrauenswürdigkeit ein. Dadurch entsteht auch ein neues Feld an Fortbildungen und Studiengängen zu CSR. Bislang bringen CSR-Verantwortliche an ihrem Arbeitsplatz die verschiedensten beruflichen Vorkenntnisse und Erfahrungen mit. In den letzten Jahren hat sich jedoch ein berufsfeldbezogenes Fachwissen zu CSR mit eigenen Methoden und wissenschaftlicher Forschung entwickelt. Das neue Berufsbild des CSR-Managers ist im Entstehen.

Kurzfassung

1.9. Historischer Rückblick auf CSR

Die Bezeichnung „Ehrbarer Kaufmann“ beschreibt das Leitbild für Verantwortung im Wirtschaftsleben, das in Europa seit dem 12. Jahrhundert gewachsen ist. Ein „Ehrbarer Kaufmann“ stützt sein Handeln auf Tugenden, die langfristigen wirtschaftlichen Erfolg zum Ziel haben, ohne den Interessen der Gesellschaft entgegenzustehen. Er wirtschaftet nachhaltig.

Kurzfassung

1.10. Werte-Auktion als spielerischer Einstieg in die CSR-Praxis

Corporate Social Responsibility ist ein Prozess, der soziale, gesellschaftliche und ökologische Werte und Anforderungen in eine ökonomisch nachhaltig orientierte Unternehmensführung und Unternehmensentwicklung integriert. In den meisten Fällen entwickelt sich dieser Prozess schrittweise und folgt einer festgelegten Strategie mit Handlungsfeldern, Maßnahmen und messbaren Zielsetzungen. Die marktwirtschaftliche Vernunft, einen größtmöglichen Nutzen mit begrenztem Zeit- und Mittelaufwand zu erzielen, ist die Grundlage der vorliegenden „CSR-Auktion“. Als Einstiegsübung sensibilisiert die Auktion für die Festlegung von Prioritäten in der verantwortlichen Unternehmensführung.